Nach einigen Vorbereitungen begann der MRT (Mission Readiness Test) für die Mitglieder der 1. RHS des ASB Berlin am Mittwoch, dem 28.10.2009, gegen 12.00 Uhr. Es wurde unser Einsatzfahrzeug mit der Ausstattung und Verpflegung beladen, so dass wir gegen 14.00 Uhr in aller Ruhe in Richtung Žatec (Tschechien) abfahren konnten.

Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen gegen 18.30 Uhr im Reception-Departure Centre (RDC) an. Die Registrierung des Teams und die Veterinäruntersuchung der Hunde verlief ohne besondere Ereignisse. So konnten wir gegen 19.00 Uhr mit dem Aufbau unseres Camps beginnen. Der Veranstalter ergänzte unser Team durch einen Hundeführer der Schweizer Armee. Gegen 20.00 Uhr standen unsere Zelte und wir konnten damit beginnen, für das Wohl unserer Hunde und uns selbst zu sorgen. Es gab Kartoffelsuppe (aus der Tüte) mit Wurst und Brot. Da wir nicht wussten, wann und wo es für das Team weiter gehen würde, hatten wir beschlossen, so viel Ruhe wie nur möglich zu „tanken“, und legten uns nach Abschluss aller notwendigen Einsatzvorbereitungen in die Schlafsäcke.

Die Nacht war gegen 06.00 Uhr zu Ende, als das französische Team in den „Einsatz“ gerufen wurde. Die Einsatzbesprechung für die Gruppenkommandanten fand um 06.45 Uhr statt. Das Szenario war ein Erdbeben im Großraum Žatec und unser Einsatzauftrag  die Suche nach verschütteten Personen unter den eingestürzten Häusern. Nach einer kurzen Teambesprechung (1 Gruppenkommandant, 3 Hundeführer und 2 Buddies) trafen wir die letzten Vorbereitungen für unseren „Einsatz“. Gegen 08.00 Uhr bekamen wir dann den Auftrag, uns ins RDC zu begeben. Dort angekommen erwartete uns unsere erste Aufgabe: Eine „verletzte“ Hundeführerin und ein „verletzter“ Hund. Das Team versorgte die Hundeführerin mit einem Kopfverband und sicherte den „offenen Schienbeinbruch“ für die Weiterbehandlung durch die angeforderten Rettungskräfte. Auch der „verletzte“ Hund wurde sachgemäß versorgt, damit war die erste Aufgabe schon erledigt und wir verlegten wieder zu Fuß ins Camp.

Um 09.45 Uhr war es dann soweit: Das Team wurde mit zwei Fahrzeugen ins „Einsatzgebiet“ verlegt. Vor Ort waren drei Suchflächen vorbereitet, die im Rotationsverfahren durch die Hundeführer abgearbeitet werden mussten. Der Gruppenkommandant hatte die Aufgabe, eine vollständige Erkundung entsprechend der Vorgaben der INSARAG durchzuführen und die gewonnenen Erkenntnissen für jede Trümmerfläche einzeln schriftlich niederzulegen. Des weiteren erfolgte eine intensive Befragung durch zwei Schiedsrichter in den Bereichen Sicherheit, Taktik, Führung etc. Die Hundeführer arbeiteten ihre Trümmerflächen zügig und ohne Zwischenfälle mit gleichen Ergebnissen ab, so dass wir recht zufrieden uns zu Fuß auf den Weg (1,2 km) ins Camp machen konnten. Als wir gegen 13.30 Uhr im Camp ankamen, versorgten wir unsere Hunde und dann uns selbst.

Mit Einbrechen der Dunkelheit wurden wir auf einen ca. 10 km langen Marsch geschickt. An einem Checkpoint wurde die Ausrüstung überprüft. Ziel unseres Marsches waren zwei Trümmerflächen, die nun in der Nacht abgearbeitet werden mussten. Auch hier musste eine vollständige Erkundung schriftlich erstellt werden, die mit den Suchergebnissen der Hundeführer ergänzt wurde. Nach der Nachtsuche verlegten wir wieder zurück ins Camp, das wir gegen 22.30 Uhr erreichten.

Der nächste Morgen begann mit der Abseilübung mit Hund, der dann an einer Anzeigebox sein Anzeigeverhalten vorführen musste. Die Aufgabe stellte für unser Team keine Probleme dar und wir begaben uns wieder ins Camp. Kurz darauf wurden wir erneut zu zwei weiteren Trümmerflächen gebracht, die den Abschluss unserer Suchtätigkeiten darstellten.

Am Ende hatten wir noch einen Marsch von 5,5 km zurück ins Camp, wo wir nach einer kurzen Pause mit dem Abbau begannen. Gegen 17.30 Uhr war auch dieses erledigt, und wir begaben uns gemeinsam mit den Kameraden aus der Schweiz und Österreich ins RDC, wo uns die Ergebnisse unseres Tests mitgeteilt wurden. Unser Ergebnis war sehr zufriedenstellend: zwei Hundeführer und der Gruppenkommandant hatten bestanden, nur eine Hundeführerin und ihr Hund hatten leider nicht alle Erwartungen erfüllt. Nachdem wir uns von den anderen Kameraden verabschiedet hatten, begaben wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir gegen 23.30 Uhr müde und zufrieden eintrafen.

Ich möchte mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz bei diesem MRT nun auch namentlich bedanken:

Jane Keller und Acky für eine super Suchleistung und ihre immer gute Laune. Katrin Rippmann und Yasha für gute Gespräche und tolle Kameradschaft. Gerd Grand und Ayzer für viele Tipps, tolle Stimmung und das Dolmetschen bei den Franzosen. Und „last but not least“ bei Jan Hochfeld und Timo Grossmann für ihre gute Arbeit als Buddies und ihren Einsatz, um diesen MRT für uns so erfolgreich zu machen. Natürlich sollen auch die Organisatoren vor Ort nicht vergessen werden, die eine gute Leistung erbracht haben und mit ihrem Einsatz das Ganze erst ermöglicht haben.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten MRT, der für uns mindestens genauso erfolgreich verlaufen sollte. Die Vorbereitungen laufen schon.

Jacco

 

Bericht IRO MRT 2009 in Zatec

Das Team:

Hinten – von links nach rechts:  Timo, Jan, Jacco.

Vorne – von links nach rechts:  Jane mit Acky, Gerd mit Ayzer, Katrin mit Yasha

Nach einigen Vorbereitungen begann der MRT (Mission Readieness Test) für die Mitglieder der 1. RSH des ASB Berlin am Mittwoch dem 28.10.2009 gegen 12.00 Uhr. Es wurde unser Einsatzfahrzeug mit der Ausstattung und Verpflegung beladen, sodass wir gegen 14.00 Uhr in aller Ruhe in Richtung Zatec (Tschechien) abfahren konnten. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen gegen 18.30 im RDC an. Die Registrierung des Teams und die Veterinäruntersuchung der Hunde verlief ohne besondere Ereignisse, somit konnten wir gegen 19.00 mit dem Aufbau unseres Camps beginnen. Unser Team wurde durch den Veranstalter durch einen Hundeführer der Schweizer Armee ergänzt. Gegen 20.00 Uhr standen unsere Zelte und wir konnten damit beginnen für das Wohl unserer Hunde und uns selber zu sorgen. Es gab Kartoffelsuppe (aus der Tüte) mit Wurst und Brot. Da wir nicht wussten, wann und wo es für das Team weiter gehen würde, hatten wir beschlossen soviel Ruhe wie nur möglich zu tanken und legten uns nach Abschluss aller notwendigen Einsatzvorbereitungen in die Schlafsäcke. Die Nacht war gegen 0600 zu Ende, als das französische Team in den „Einsatz“ gerufen wurde. Die Einsatzbesprechung für die Gruppenkommandanten fand um 0645 statt. Das Szenario war ein Erdbeben im Großraum Zatec und unser Einsatzauftrag war die Suche nach verschütteten Personen unter den eingestürzten Häusern. Nach einer kurzen Teambesprechung (1 Gruppenkommandant, 3 Hundeführer und 2 Buddies) trafen wir die letzten Vorbereitungen für unseren „Einsatz“. Gegen 0800 bekamen wir dann den Auftrag uns ins RDC zu begeben. Dort angekommen erwartete uns unsere erste Aufgaben: Eine „verletzte“ Hundeführerin und ein „verletzter“ Hund. Das Team versorgte die Hundeführerin mit einem Kopfverband und sicherte den „offenen Schienbeinbruch“ für die Weiterbehandlung durch die angeforderten Rettungskräfte. Der „verletze“ Hund wurde sachgemäß versorgt, damit war die erste Aufgabe schon mal erledigt und wir verlegten wieder zu Fuß ins Camp. Um 0945 war es dann soweit, das Team wurde mit zwei Fahrzeugen ins „Einsatzgebiet“ verlegt. Vorort waren drei Suchflächen vorbereitet, die im Rotationsverfahren durch die Hundeführer abgearbeitet werden mussten. Der Gruppenkommandant hatte die Aufgabe eine vollständige Erkundung entsprechend der Vorgaben der INSARAG durchzuführen und die gewonnenen Erkenntnissen für jede Trümmerfläche einzeln schriftlich niederzulegen, des weiteren erfolgte eine intensive Befragung durch zwei Schiedsrichter in den Bereichen Sicherheit, Taktik, Führung, etc. Die Hundeführer arbeiteten ihre Trümmerflächen zügig und ohne Zwischenfälle mit gleichen Ergebnissen ab, so dass wir recht zufrieden uns zu Fuß auf den Weg (1,2km) ins Camp machen konnten. Als wir gegen 1330 im Camp ankamen, versorgten wir unsere Hunden und dann uns selbst. Mit einbrechen der Dunkelheit wurden wir auf einen ca. 10km langen Marsch geschickt. An einem Checkpoint wurde überprüft. Ziel unseres Marsches waren zwei Trümmerflächen, die nun in der Nacht abgearbeitet werden mussten. Auch hier musste eine vollständige Erkundung schriftlich erstellt werden, die mit den Suchergebnissen der Hundeführer ergänzt wurde. Nach der Nachtsuche verlegten wir wieder zurück ins Camp, das wir gegen 2230 Uhr erreichten. Der nächste Morgen begann mit der Abseilübung mit Hund, der dann an einer Anzeigebox sein Anzeigeverhalten vorführen musste, dieses stellte für unser Team keine Probleme dar und wir begaben uns wieder ins Camp. Kurz darauf wurden wir erneut zu zwei weiteren Trümmerflächen gebracht, die den Abschluss unserer Suchtätigkeiten darstellte. Als Abschluss hatten wir noch einen Marsch von 5,5km zurück ins Camp, wo wir nach einer kurzen Pause mit dem Abbau begannen. Gegen 1730 Uhr war auch dieses erledigt und wir begaben uns gemeinsam mit den Kameraden aus der Schweiz und Österreich ins RDC wo uns die Ergebnisse unseres Test's mitgeteilt wurden. Unser Ergebnis war sehr zufriedenstellend, zwei Hundeführer und der Gruppenkommandant hatten bestanden, nur ein Hundeführer und sein Hund hatten leider nicht alle Erwartungen erfüllt. Nachdem wir uns von den anderen Kameraden verabschiedet hatten, begaben wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir gegen 23:30 Uhr müde und zufrieden eintrafen. Ich möchte mich bei allen beteiligten für ihren Einsatz bei diesem MRT nun auch namentlich bedanken: Jane Keller und Acky für eine super Suchleistung und ihre immer gute Laune. Katrin Rippmann und Jascha für gute Gespräche und tolle Kameradschaft. Gerd Grand und Eins für viele Tips tolle Stimmung und das dolmetschen bei den Franzosen Und „last but not least“ bei Jan Hochfeld und Timo Grossmann für ihre gute Arbeit als Buddies und ihren Einsatz um diesen MRT für uns so erfolgreich zu machen. Natürlich sollen auch die Organisatoren vor Ort nicht vergessen werden, die eine gute Leistung erbracht haben und mit ihrem Einsatz das Ganze erst ermöglicht haben. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten MRT, der für uns mindestens genauso erfolgreich verlaufen sollte. Die Vorbereitungen laufen schon. Jacco

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