Die beiden besten deutschen Rettungshundeteams in der Trümmersuche und das beste deutsche Team in der Flächensuche kommen in diesem Jahr vom Arbeiter-Samariter-Bund Berlin.

(Von links: Nadine, Saskia, Jane, Mirco, Katrin, Bernd, Nicole, Steffi, André. Für weitere Bilder und Impressionen die Namen anclicken!)

Vom 29. April bis zum 2. Mai 2010 fand in Hünxe am Niederrhein die 5. Offene Deutsche Meisterschaft für Rettungshunde des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) statt, die in diesem Jahr durch den Bundesverband Rettungshunde e. V. (BRH) ausgerichtet wurde. Mitorganisator war der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e. V. Unter den gemeldeten 72 Teilnehmern aus acht verschiedenen Ländern war auch eine Mannschaft der 1. Rettungshundestaffel des ASB Berlin, die sich in den Sparten Trümmer und Fläche dem Richterurteil stellte, sowie eine Teilnehmerin des ASB Ruhr (RHS Hattingen), die in der Fläche antrat.

Obwohl nicht alle Teilnehmer in den erforderlichen drei Bereichen Nasenarbeit (Suche), Unterordnung und Gewandtheit (Gerätearbeit) die Mindestpunktzahlen erreichen konnten, kam mit Nicole Schulz die beste deutsche Teilnehmerin in Fläche und Trümmern vom ASB Berlin. Während sie in der Fläche mit Lotta hinter zwei Niederländerinnen auf dem dritten Platz das Podest erklimmen konnte, holte sie in den Trümmern mit Fiete vor zwei Schweizern sogar den Sieg und wurde damit Deutsche Meisterin 2010. Als weitere Starterin des ASB Berlin erreichte Katrin Rippmann mit Yasha den sechsten Rang in den Trümmern und damit unter den deutschen Startern den zweiten Platz.

Stürmische Siegerehrung

Alle Bilder mit der Aufschrift "www.hundesport-fotografie.de" unterliegen dem Urheberrecht unseres Lieblingsfotografen Andreé Flenner. Weitere seiner genialen Bilder findet Ihr hier.

Beide Teilnehmerinnen werden Anfang Juli bei den 16. Weltmeisterschaften der Rettungshunde der Internationalen Rettungshunde-Organisation (IRO) in Žatec (Tschechien) erneut den ASB Berlin vertreten.

Insgesamt war die Deutsche Meisterschaft ein anspruchsvoller Wettkampf, bei dem nur ein Drittel der Starter die Prüfung erfolgreich abschließen konnte. Die 1. RHS Berlin kann dennoch mit dem Ergebnis zufrieden sein, das sie nicht zuletzt der Arbeit und Unterstützung ihres Staffelleiters Detlef Kühn verdankt.

Bericht IRO MRT 2009 in Žatec

Filed Under/Kategorie Prüfung & Einsatz | Kommentare deaktiviert

Nach einigen Vorbereitungen begann der MRT (Mission Readiness Test) für die Mitglieder der 1. RHS des ASB Berlin am Mittwoch, dem 28.10.2009, gegen 12.00 Uhr. Es wurde unser Einsatzfahrzeug mit der Ausstattung und Verpflegung beladen, so dass wir gegen 14.00 Uhr in aller Ruhe in Richtung Žatec (Tschechien) abfahren konnten.

Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen gegen 18.30 Uhr im Reception-Departure Centre (RDC) an. Die Registrierung des Teams und die Veterinäruntersuchung der Hunde verlief ohne besondere Ereignisse. So konnten wir gegen 19.00 Uhr mit dem Aufbau unseres Camps beginnen. Der Veranstalter ergänzte unser Team durch einen Hundeführer der Schweizer Armee. Gegen 20.00 Uhr standen unsere Zelte und wir konnten damit beginnen, für das Wohl unserer Hunde und uns selbst zu sorgen. Es gab Kartoffelsuppe (aus der Tüte) mit Wurst und Brot. Da wir nicht wussten, wann und wo es für das Team weiter gehen würde, hatten wir beschlossen, so viel Ruhe wie nur möglich zu „tanken“, und legten uns nach Abschluss aller notwendigen Einsatzvorbereitungen in die Schlafsäcke.

Die Nacht war gegen 06.00 Uhr zu Ende, als das französische Team in den „Einsatz“ gerufen wurde. Die Einsatzbesprechung für die Gruppenkommandanten fand um 06.45 Uhr statt. Das Szenario war ein Erdbeben im Großraum Žatec und unser Einsatzauftrag  die Suche nach verschütteten Personen unter den eingestürzten Häusern. Nach einer kurzen Teambesprechung (1 Gruppenkommandant, 3 Hundeführer und 2 Buddies) trafen wir die letzten Vorbereitungen für unseren „Einsatz“. Gegen 08.00 Uhr bekamen wir dann den Auftrag, uns ins RDC zu begeben. Dort angekommen erwartete uns unsere erste Aufgabe: Eine „verletzte“ Hundeführerin und ein „verletzter“ Hund. Das Team versorgte die Hundeführerin mit einem Kopfverband und sicherte den „offenen Schienbeinbruch“ für die Weiterbehandlung durch die angeforderten Rettungskräfte. Auch der „verletzte“ Hund wurde sachgemäß versorgt, damit war die erste Aufgabe schon erledigt und wir verlegten wieder zu Fuß ins Camp.

Um 09.45 Uhr war es dann soweit: Das Team wurde mit zwei Fahrzeugen ins „Einsatzgebiet“ verlegt. Vor Ort waren drei Suchflächen vorbereitet, die im Rotationsverfahren durch die Hundeführer abgearbeitet werden mussten. Der Gruppenkommandant hatte die Aufgabe, eine vollständige Erkundung entsprechend der Vorgaben der INSARAG durchzuführen und die gewonnenen Erkenntnissen für jede Trümmerfläche einzeln schriftlich niederzulegen. Des weiteren erfolgte eine intensive Befragung durch zwei Schiedsrichter in den Bereichen Sicherheit, Taktik, Führung etc. Die Hundeführer arbeiteten ihre Trümmerflächen zügig und ohne Zwischenfälle mit gleichen Ergebnissen ab, so dass wir recht zufrieden uns zu Fuß auf den Weg (1,2 km) ins Camp machen konnten. Als wir gegen 13.30 Uhr im Camp ankamen, versorgten wir unsere Hunde und dann uns selbst.

Mit Einbrechen der Dunkelheit wurden wir auf einen ca. 10 km langen Marsch geschickt. An einem Checkpoint wurde die Ausrüstung überprüft. Ziel unseres Marsches waren zwei Trümmerflächen, die nun in der Nacht abgearbeitet werden mussten. Auch hier musste eine vollständige Erkundung schriftlich erstellt werden, die mit den Suchergebnissen der Hundeführer ergänzt wurde. Nach der Nachtsuche verlegten wir wieder zurück ins Camp, das wir gegen 22.30 Uhr erreichten.

Der nächste Morgen begann mit der Abseilübung mit Hund, der dann an einer Anzeigebox sein Anzeigeverhalten vorführen musste. Die Aufgabe stellte für unser Team keine Probleme dar und wir begaben uns wieder ins Camp. Kurz darauf wurden wir erneut zu zwei weiteren Trümmerflächen gebracht, die den Abschluss unserer Suchtätigkeiten darstellten.

Am Ende hatten wir noch einen Marsch von 5,5 km zurück ins Camp, wo wir nach einer kurzen Pause mit dem Abbau begannen. Gegen 17.30 Uhr war auch dieses erledigt, und wir begaben uns gemeinsam mit den Kameraden aus der Schweiz und Österreich ins RDC, wo uns die Ergebnisse unseres Tests mitgeteilt wurden. Unser Ergebnis war sehr zufriedenstellend: zwei Hundeführer und der Gruppenkommandant hatten bestanden, nur eine Hundeführerin und ihr Hund hatten leider nicht alle Erwartungen erfüllt. Nachdem wir uns von den anderen Kameraden verabschiedet hatten, begaben wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir gegen 23.30 Uhr müde und zufrieden eintrafen.

Ich möchte mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz bei diesem MRT nun auch namentlich bedanken:

Jane Keller und Acky für eine super Suchleistung und ihre immer gute Laune. Katrin Rippmann und Yasha für gute Gespräche und tolle Kameradschaft. Gerd Grand und Ayzer für viele Tipps, tolle Stimmung und das Dolmetschen bei den Franzosen. Und „last but not least“ bei Jan Hochfeld und Timo Grossmann für ihre gute Arbeit als Buddies und ihren Einsatz, um diesen MRT für uns so erfolgreich zu machen. Natürlich sollen auch die Organisatoren vor Ort nicht vergessen werden, die eine gute Leistung erbracht haben und mit ihrem Einsatz das Ganze erst ermöglicht haben.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten MRT, der für uns mindestens genauso erfolgreich verlaufen sollte. Die Vorbereitungen laufen schon.

Jacco

 

Bericht IRO MRT 2009 in Zatec

Das Team:

Hinten – von links nach rechts:  Timo, Jan, Jacco.

Vorne – von links nach rechts:  Jane mit Acky, Gerd mit Ayzer, Katrin mit Yasha

Nach einigen Vorbereitungen begann der MRT (Mission Readieness Test) für die Mitglieder der 1. RSH des ASB Berlin am Mittwoch dem 28.10.2009 gegen 12.00 Uhr. Es wurde unser Einsatzfahrzeug mit der Ausstattung und Verpflegung beladen, sodass wir gegen 14.00 Uhr in aller Ruhe in Richtung Zatec (Tschechien) abfahren konnten. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und wir kamen gegen 18.30 im RDC an. Die Registrierung des Teams und die Veterinäruntersuchung der Hunde verlief ohne besondere Ereignisse, somit konnten wir gegen 19.00 mit dem Aufbau unseres Camps beginnen. Unser Team wurde durch den Veranstalter durch einen Hundeführer der Schweizer Armee ergänzt. Gegen 20.00 Uhr standen unsere Zelte und wir konnten damit beginnen für das Wohl unserer Hunde und uns selber zu sorgen. Es gab Kartoffelsuppe (aus der Tüte) mit Wurst und Brot. Da wir nicht wussten, wann und wo es für das Team weiter gehen würde, hatten wir beschlossen soviel Ruhe wie nur möglich zu tanken und legten uns nach Abschluss aller notwendigen Einsatzvorbereitungen in die Schlafsäcke. Die Nacht war gegen 0600 zu Ende, als das französische Team in den „Einsatz“ gerufen wurde. Die Einsatzbesprechung für die Gruppenkommandanten fand um 0645 statt. Das Szenario war ein Erdbeben im Großraum Zatec und unser Einsatzauftrag war die Suche nach verschütteten Personen unter den eingestürzten Häusern. Nach einer kurzen Teambesprechung (1 Gruppenkommandant, 3 Hundeführer und 2 Buddies) trafen wir die letzten Vorbereitungen für unseren „Einsatz“. Gegen 0800 bekamen wir dann den Auftrag uns ins RDC zu begeben. Dort angekommen erwartete uns unsere erste Aufgaben: Eine „verletzte“ Hundeführerin und ein „verletzter“ Hund. Das Team versorgte die Hundeführerin mit einem Kopfverband und sicherte den „offenen Schienbeinbruch“ für die Weiterbehandlung durch die angeforderten Rettungskräfte. Der „verletze“ Hund wurde sachgemäß versorgt, damit war die erste Aufgabe schon mal erledigt und wir verlegten wieder zu Fuß ins Camp. Um 0945 war es dann soweit, das Team wurde mit zwei Fahrzeugen ins „Einsatzgebiet“ verlegt. Vorort waren drei Suchflächen vorbereitet, die im Rotationsverfahren durch die Hundeführer abgearbeitet werden mussten. Der Gruppenkommandant hatte die Aufgabe eine vollständige Erkundung entsprechend der Vorgaben der INSARAG durchzuführen und die gewonnenen Erkenntnissen für jede Trümmerfläche einzeln schriftlich niederzulegen, des weiteren erfolgte eine intensive Befragung durch zwei Schiedsrichter in den Bereichen Sicherheit, Taktik, Führung, etc. Die Hundeführer arbeiteten ihre Trümmerflächen zügig und ohne Zwischenfälle mit gleichen Ergebnissen ab, so dass wir recht zufrieden uns zu Fuß auf den Weg (1,2km) ins Camp machen konnten. Als wir gegen 1330 im Camp ankamen, versorgten wir unsere Hunden und dann uns selbst. Mit einbrechen der Dunkelheit wurden wir auf einen ca. 10km langen Marsch geschickt. An einem Checkpoint wurde überprüft. Ziel unseres Marsches waren zwei Trümmerflächen, die nun in der Nacht abgearbeitet werden mussten. Auch hier musste eine vollständige Erkundung schriftlich erstellt werden, die mit den Suchergebnissen der Hundeführer ergänzt wurde. Nach der Nachtsuche verlegten wir wieder zurück ins Camp, das wir gegen 2230 Uhr erreichten. Der nächste Morgen begann mit der Abseilübung mit Hund, der dann an einer Anzeigebox sein Anzeigeverhalten vorführen musste, dieses stellte für unser Team keine Probleme dar und wir begaben uns wieder ins Camp. Kurz darauf wurden wir erneut zu zwei weiteren Trümmerflächen gebracht, die den Abschluss unserer Suchtätigkeiten darstellte. Als Abschluss hatten wir noch einen Marsch von 5,5km zurück ins Camp, wo wir nach einer kurzen Pause mit dem Abbau begannen. Gegen 1730 Uhr war auch dieses erledigt und wir begaben uns gemeinsam mit den Kameraden aus der Schweiz und Österreich ins RDC wo uns die Ergebnisse unseres Test's mitgeteilt wurden. Unser Ergebnis war sehr zufriedenstellend, zwei Hundeführer und der Gruppenkommandant hatten bestanden, nur ein Hundeführer und sein Hund hatten leider nicht alle Erwartungen erfüllt. Nachdem wir uns von den anderen Kameraden verabschiedet hatten, begaben wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir gegen 23:30 Uhr müde und zufrieden eintrafen. Ich möchte mich bei allen beteiligten für ihren Einsatz bei diesem MRT nun auch namentlich bedanken: Jane Keller und Acky für eine super Suchleistung und ihre immer gute Laune. Katrin Rippmann und Jascha für gute Gespräche und tolle Kameradschaft. Gerd Grand und Eins für viele Tips tolle Stimmung und das dolmetschen bei den Franzosen Und „last but not least“ bei Jan Hochfeld und Timo Grossmann für ihre gute Arbeit als Buddies und ihren Einsatz um diesen MRT für uns so erfolgreich zu machen. Natürlich sollen auch die Organisatoren vor Ort nicht vergessen werden, die eine gute Leistung erbracht haben und mit ihrem Einsatz das Ganze erst ermöglicht haben. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten MRT, der für uns mindestens genauso erfolgreich verlaufen sollte. Die Vorbereitungen laufen schon. Jacco

1. FCI-Weltmeisterschaft für Rettungshunde 2008

Filed Under/Kategorie Prüfung & Einsatz | Kommentare deaktiviert

TeamGermany

Seit wenigen Jahren ist in den Regelwerken der FCI der Rettungshundesport fest verankert. Mit der ersten FCI-Mannschaftsweltmeisterschaft für Rettungshunde, die vom 29.-31.08.2008 in Žatec, Tschechische Republik, stattfand, war es endlich soweit, dass sich die Rettungshundler im internationalen Vergleich mit den von den FCI-Mitgliedsverbänden entsandten Nationalmannschaften als Höhepunkt der sportlichen Rettungshundewettbewerbe messen konnten. Durch die Tatsache, dass die drei amtierenden Leistungsrichter und der Oberrichter, Herr Vladimir Kuchta, alle in der Tschechischen Republik ihren Wohnsitz haben und die Hauptorganisatorin Helena Šabatová durch ihre beruflichen Kontakte in der Lage war, Räumlichkeiten für diese WM gesponsert zu bekommen, war es dem Tschechischen Kynologenverband möglich, diese Veranstaltung ohne finanzielle Unterstützung der FCI zu finanzieren.

TeamGermany

Der Rettungshunde-Mannschaftsbewerb soll besonders den Zusammenhalt zwischen den Mannschaftsmitgliedern fördern. Die Kenntnis der Leistungsfähigkeit der Mannschaftsmitglieder, der dementsprechende ideale Einsatz und eine vertrauensvolle, reibungslose Zusammenarbeit soll wichtiger Bestandteil des Bewerbes sein. Nach der gültigen FCI-Prüfungsordnung setzt sich jede Nationalmannschaft aus drei Rettungshundeteams und einem Mannschaftsführer zusammen, die gemeinsam Aufgaben aus Unterordnung, Gewandtheit und Nasenarbeit bewältigen sollen.

TeamGermany

Die deutschen Rettungshundeteams haben international einen hohen Stellenwert, so dass der Wunsch, an der 1. als Mannschaftswettbewerb durchgeführten RHWM teilzunehmen, für viele deutsche Rettungshundesportler selbstverständlich war. Während der kurzen Zeitspanne vom Bekanntwerden dieser Veranstaltung bis zum Prüfungstermin waren die zuständigen Repräsentanten des VDH herausgefordert, eine Mannschaft zusammenzustellen und zu entsenden. Erst eine Woche vor dem Beginn der 1. FCI-Mannschaftsweltmeisterschaft für Rettungshunde stand die Entscheidung fest: Mit Mannschaftsführer Detlef Kühn, den drei RH-Teams Jane Keller mit Golden Retriever Acky vom Schwabenland, Katrin Rippmann mit Riesenschnauzer-Mischling Yasha und Renate Eberts mit Parson Russell Terrier Idemo by Windrush setzte sich die deutsche Nationalmannschaft aus vier Rettungshundeführern zusammen, die seit Jahren in vielen Facetten des Rettungshundewesens weltweit Erfahrungen gesammelt haben. Jedes Team verfügte über ausgezeichnete Einzelfähigkeiten, die sich in der Summe im Mannschaftswettbewerb ergänzen sollten, um Deutschland erfolgreich zu vertreten.

TeamGermany

Am 28. August trafen die Mannschaft und die mitgereisten Schlachtenbummler voller Zuversicht in Žatec ein. Ein herzlicher Empfang und ein Wiedersehen mit vielen bekannten Rettungshundlern aus den teilnehmenden Nationen ließ die Aufregung und Anspannung der Teammitglieder noch einmal vergessen. Am nächsten Morgen begann das offizielle Programm mit den üblichen Kontrollen, Empfängen und einer kurzen Möglichkeit, sich mit dem Gelände für den Gehorsamsteil sowie den Geräten des Gewandtheitsteils vertraut zu machen. In der Mannschaftsführerbesprechung stellte sich heraus, dass durch einschneidende Abweichungen vom Reglement, insbesondere die Entscheidung des Organisationskomitees, die Nasenarbeit jeder Nationalmannschaft anhand von drei Einzelsuchen zu bewerten, der Grundgedanke des Mannschaftswettbewerbs ad absurdum geführt wurde. Die Starter durften sich für eine Sparte der Nasenarbeit zwischen Trümmer-, Flächen- und Fährtensuche entscheiden. Der Wettkampf selbst glich einem Krimi. Sehr schnell setzte sich der Ausrichter Tschechien mit zwei erfolgreichen Fährtenarbeiten, gerichtet von Vilem Babicka, vom Teilnehmerfeld ab und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Auch in der Nasenarbeit der Königsdisziplin Trümmersuche, der sich die meisten Teilnehmer stellten, konnte die Nationalmannschaft der Tschechischen Republik mit ihrem letzten Starter unter den aufmerksamen Blicken von Ruud Haak eine fast fehlerfreie Arbeit zeigen und somit ihren Punktevorsprung weiter ausbauen.

TeamGermany

Die Rettungshundteams der japanischen Nationalmannschaft waren dagegen die größten Pechvögel der Veranstaltung, denen in der Trümmersuche das Glück nicht vergönnt war. In der Flächenarbeit bestätigte Vilem Babicka die beste Einzelarbeit einem Rettungshundeteam aus Italien. Parallel hierzu entfachte in der Unterordnung und Gewandtheit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn und der Slovakei. Alle vier Mannschaften lagen in dieser Abteilung nur drei Punkte auseinander. Die amtierende Richterin, Frau Resi Gerritsen, bewertete sehr souverän und gleichmäßig. Kurz vor dem Ende der Veranstaltung warteten alle Mannschaften auf die letzen drei Starterinnen, der Nationalmannschaft aus Ungarn, die hintereinander eine sehr professionelle Trümmersuche zeigten und damit in letzter Minute die gesamte Konkurrenz auf die Plätze verweisen konnten. Somit wurde die ungarische Nationalmannschaft verdienter Sieger der 1. RHWM M 2008. Zweiter wurde die bis dahin führende tschechische Mannschaft vor den drittplatzierten Österreichern, welche in der Unterordnung und Gewandtheit das beste Gesamtbild der WM zeigten. Die deutsche Nationalmannschaft erzielte den vierten Platz, konnte jedoch die beste Nasenarbeit des Wettbewerbs für sich verbuchen: Jane Keller mit Acky erhielt für ihre Trümmersuche die höchstmögliche Punktzahl.

Slowenien 2007

Filed Under/Kategorie Prüfung & Einsatz | Kommentare deaktiviert

10. Mannschafts-Einsatzübung "Ljubljana 2007" vom 20.-22.04.2007

Die 10. Mannschafts-Einsatzübung "Ljubljana 2007" ist eine traditionelle Übung einer slowenischen Rettungshunde-Einsatzorganisation, die mit finanzieller und organisatorischer Hilfe der Stadt Ljubljana, Abteilung für Schutz und Rettung, durchgeführt wird. Ziel der Übung ist es, die Einsatzfähigkeit der Hundeführer und Hunde in Trümmer- und Flächensuche zu überprüfen. Wir waren dabei! Mehr finden Sie hier.

Slowenien

keep looking/weiter »